Willkommen im VERANKERT Glossar
Yoga hat seine eigene Sprache. Begriffe wie Asana, Pranayama, Ujjayi oder Vinyasa begegnen dir vielleicht schon in deiner ersten Yogastunde. Viele dieser Wörter stammen aus dem Sanskrit und wirken auf den ersten Blick ungewohnt. Dahinter verbergen sich jedoch einfache und wertvolle Konzepte, die dir helfen können, Yoga besser zu verstehen.
Mit dem VERANKERT Glossar möchte ich dir diese Sprache näherbringen – verständlich, fachlich fundiert und ohne unnötig komplizierte Erklärungen.
Hier findest du die wichtigsten Begriffe aus dem Yoga kurz und alltagsnah erklärt. So kannst du nicht nur leichter dem Unterricht folgen, sondern auch besser nachvollziehen, warum bestimmte Bewegungen, Atemtechniken oder Haltungen geübt werden.
Dieses Glossar wächst Schritt für Schritt weiter – genau wie deine eigene Yogapraxis.
Verstehen schafft Vertrauen. Deshalb erklärt dieses Glossar die Sprache des Yoga einfach, fundiert und alltagsnah – damit du dich auf der Matte genauso sicher fühlst wie in deinem eigenen Körper.
Du musst nichts auswendig lernen – das Glossar soll dir helfen, Yoga besser zu verstehen und dich im Unterricht leichter zurechtzufinden. Ich wünsche dir viel Freude beim Entdecken.
Fanny

Grundlagen
Yoga
Sanskrit: Yoga
Aussprache: Jo-ga
Bedeutung:
Das Wort Yoga stammt vom Sanskrit-Wort yuj und bedeutet „verbinden“, „vereinen“ oder „zusammenführen“. Gemeint ist die bewusste Verbindung von Körper, Atem und Geist.
Kurz erklärt
Yoga ist ein ganzheitliches Übungssystem mit Ursprung in Indien, das sich über mehrere Jahrtausende entwickelt hat. Im Mittelpunkt stehen nicht nur körperliche Übungen, sondern auch die bewusste Verbindung von Bewegung, Atmung und Achtsamkeit.
Heute wird Yoga von vielen Menschen praktiziert, um Kraft aufzubauen, beweglicher zu werden, Stress abzubauen oder einen Ausgleich zum Alltag zu finden. Gleichzeitig lädt Yoga dazu ein, den eigenen Körper besser kennenzulernen und die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten.
Yoga ist dabei keine Frage von Alter, Fitness oder Beweglichkeit. Jede Übung kann an die individuellen Voraussetzungen angepasst werden.
Bedeutung für deine Praxis
Im Yoga geht es nicht darum, besonders beweglich zu sein oder schwierige Haltungen zu beherrschen. Viel wichtiger ist es, aufmerksam auf den eigenen Körper zu hören und Bewegungen bewusst auszuführen. Jeder Mensch bringt andere Voraussetzungen mit – genau darin liegt die Stärke einer individuellen Yogapraxis.
VERANKERT-Tipp
Yoga beginnt nicht dort, wo du besonders beweglich bist – sondern dort, wo du deinem Körper mit Aufmerksamkeit begegnest.
Asana
Sanskrit: Asana
Aussprache: Aa-sa-na
Bedeutung
Asana bedeutet wörtlich „Sitz“ oder „Körperhaltung“.
Kurz erklärt
Ursprünglich bezeichnete der Begriff eine stabile Sitzhaltung für die Meditation. Heute werden damit alle Körperhaltungen im Yoga beschrieben – von einfachen Standhaltungen über Balanceübungen bis hin zu entspannenden Positionen am Ende einer Stunde.
Jede Asana verfolgt einen bestimmten Zweck. Manche kräftigen die Muskulatur, andere verbessern die Beweglichkeit, fördern das Gleichgewicht oder unterstützen eine gesunde Körperhaltung. Viele Haltungen verbinden mehrere dieser Wirkungen miteinander.
Dabei steht nicht die perfekte Form im Vordergrund. Viel wichtiger ist eine sichere, kontrollierte und anatomisch sinnvolle Ausführung, die zu deinem Körper passt.
Bedeutung für deine Praxis
Asanas sind keine Übungen, die „gemeistert“ werden müssen. Sie sind Werkzeuge, um Kraft, Beweglichkeit, Stabilität und Körperbewusstsein Schritt für Schritt zu entwickeln. Mit regelmäßiger Praxis verändert sich nicht nur die Beweglichkeit, sondern oft auch das Vertrauen in den eigenen Körper.
VERANKERT-Tipp
Die beste Asana ist nicht die schwierigste – sondern diejenige, die deinem Körper heute guttut.
Pranayama
Sanskrit: Pranayama
Aussprache: Pra-na-ja-ma
Bedeutung
Der Begriff setzt sich aus den Wörtern Prana („Atem“ oder „Lebensenergie“) und Ayama („Ausdehnung“, „Lenkung“ oder „Regulierung“) zusammen. Pranayama beschreibt die bewusste Arbeit mit dem Atem.
Kurz erklärt
Im Yoga spielt die Atmung eine zentrale Rolle. Sie begleitet jede Bewegung und verbindet Körper und Geist miteinander. Durch verschiedene Atemtechniken kann der Atem beruhigt, vertieft oder bewusst gelenkt werden.
Eine ruhige und gleichmäßige Atmung unterstützt die Konzentration, verbessert den Bewegungsfluss und hilft vielen Menschen dabei, Anspannung loszulassen. Deshalb beginnen oder enden viele Yogastunden mit einer kurzen Atemübung.
Bedeutung für deine Praxis
Der Atem ist ein guter Hinweis darauf, wie es deinem Körper gerade geht. Wird er hektisch oder flach, lohnt es sich häufig, das Tempo zu reduzieren und wieder bewusst in einen ruhigen Atemrhythmus zu finden. Nicht jede Bewegung muss größer werden – manchmal reicht ein bewusster Atemzug.
VERANKERT-Tipp
Dein Atem ist dein Anker. Kehre immer wieder bewusst zu ihm zurück – auf der Matte und im Alltag.
Meditation
Sanskrit: Dhyana
Aussprache: Dhja-na
Bedeutung
Dhyana beschreibt einen Zustand meditativer Sammlung und innerer Aufmerksamkeit. Im Alltag wird dafür meist der Begriff Meditation verwendet.
Kurz erklärt
Meditation bedeutet nicht, den Kopf vollständig „leer“ zu machen. Vielmehr geht es darum, Gedanken wahrzunehmen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei beispielsweise auf den Atem, den Körper oder einen festen Fokuspunkt.
Schon wenige Minuten regelmäßiger Meditation können helfen, innere Ruhe zu fördern, Stress zu reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit zu stärken. Deshalb ist Meditation ein fester Bestandteil vieler Yogastunden und ergänzt die körperliche Praxis auf sinnvolle Weise.
Bedeutung für deine Praxis
Meditation ist keine Leistung, die bewertet werden kann. Jeder Mensch erlebt sie anders. Entscheidend ist nicht, wie ruhig dein Geist ist, sondern dass du dir bewusst Zeit nimmst, bei dir selbst anzukommen und den Moment wahrzunehmen.
VERANKERT-Tipp
Es gibt keine perfekte Meditation. Jeder Moment, in dem du deine Aufmerksamkeit freundlich zurückholst, ist bereits Teil deiner Praxis.
Ujjayi
Sanskrit: Ujjayi
Aussprache: U-dscha-ji
Bedeutung
Ujjayi wird häufig als „siegreicher Atem“ übersetzt. Im Yoga ist auch die Bezeichnung Meeresatem oder Ozeanatem gebräuchlich, da das Atemgeräusch an das sanfte Rauschen von Wellen erinnert.
Kurz erklärt
Beim Ujjayi-Atem wird ruhig durch die Nase ein- und ausgeatmet. Gleichzeitig wird die Stimmritze leicht verengt. Dadurch entsteht ein leises, gleichmäßiges Rauschen.
Diese Atemtechnik hilft dabei, den Atem zu vertiefen und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment zu richten. Gleichzeitig verbindet sie die einzelnen Bewegungen miteinander und gibt vielen Yogastunden ihren fließenden Rhythmus.
Besonders im Vinyasa Yoga, Ashtanga Yoga und Power Yoga spielt der Ujjayi-Atem eine zentrale Rolle.
Bedeutung für deine Praxis
Der Ujjayi-Atem hilft dir, Bewegungen ruhiger und kontrollierter auszuführen. Viele Übende merken außerdem, dass sie durch das gleichmäßige Atemgeräusch leichter konzentriert bleiben und sich weniger von äußeren Einflüssen ablenken lassen.
Sollte der Atem unruhig oder gepresst werden, ist das häufig ein Zeichen dafür, das Tempo etwas zu reduzieren oder die Haltung anzupassen.
VERANKERT-Tipp
Der Ujjayi-Atem soll dich begleiten – nicht anstrengen. Ein sanftes Rauschen reicht vollkommen aus.
Drishti
Sanskrit: Drishti
Aussprache: Drisch-ti
Bedeutung
Drishti bedeutet Blickpunkt oder bewusste Ausrichtung des Blickes.
Kurz erklärt
Im Yoga wird der Blick gezielt auf einen festen Punkt gerichtet. Dieser Fokus unterstützt das Gleichgewicht, verbessert die Konzentration und hilft dabei, Bewegungen ruhiger und kontrollierter auszuführen.
Besonders in Balancehaltungen oder anspruchsvolleren Asanas kann ein fester Blickpunkt entscheidend dazu beitragen, Stabilität zu finden. Gleichzeitig lenkt Drishti die Aufmerksamkeit weg von äußeren Reizen und hin zur eigenen Praxis.
Je ruhiger der Blick, desto ruhiger wird häufig auch die Bewegung.
Bedeutung für deine Praxis
Versuche während einer Haltung nicht ständig im Raum umherzuschauen. Ein ruhiger Blickpunkt unterstützt deine Balance und hilft dir, ganz bei dir selbst zu bleiben.
Auch außerhalb der Yogamatte kann ein bewusster Fokus dabei helfen, sich weniger ablenken zu lassen und Aufgaben mit mehr Ruhe anzugehen.
VERANKERT-Tipp
Wo dein Blick zur Ruhe kommt, kann oft auch dein Geist zur Ruhe kommen.
Bandha
Sanskrit: Bandha
Aussprache: Ban-dha
Bedeutung
Bandha bedeutet wörtlich Verschluss, Bindung oder Verbindung.
Kurz erklärt
Im traditionellen Yoga beschreibt Bandha die bewusste Aktivierung bestimmter Bereiche des Körpers. Im modernen Unterricht wird der Begriff häufig verwendet, um eine stabile Körpermitte und eine kontrollierte Muskelspannung zu beschreiben.
Vor allem in kraftvollen Yogastilen unterstützen Bandhas eine gesunde Körperhaltung und helfen dabei, Bewegungen sicher und kontrolliert auszuführen.
Traditionell werden drei Haupt-Bandhas unterschieden:
-
Mula Bandha – Aktivierung des Beckenbodens
-
Uddiyana Bandha – Aktivierung der tiefen Bauchmuskulatur
-
Jalandhara Bandha – Verschluss im Halsbereich
Im Unterricht werden diese Techniken meist schrittweise vermittelt und an das Erfahrungsniveau angepasst.
Bedeutung für deine Praxis
Eine aktive Körpermitte verbessert die Stabilität und unterstützt eine gesunde Ausrichtung der Wirbelsäule. Dadurch können viele Bewegungen kontrollierter und kraftvoller ausgeführt werden.
Bandhas sollen dabei niemals zu einer verkrampften Anspannung führen. Vielmehr geht es um eine ruhige, bewusste Aktivierung.
VERANKERT-Tipp
Stabilität entsteht nicht durch maximale Anspannung, sondern durch eine bewusste und gleichmäßige Aktivierung der Körpermitte.
Vinyasa
Sanskrit: Vinyasa
Aussprache: Vin-ja-sa
Bedeutung
Vinyasa bedeutet sinngemäß „etwas bewusst anordnen“ oder „Schritt für Schritt aufbauen“.
Kurz erklärt
Im modernen Yoga beschreibt Vinyasa die fließende Verbindung von Atem und Bewegung. Jede Ein- oder Ausatmung begleitet eine bestimmte Bewegung, sodass ein harmonischer Bewegungsfluss entsteht.
Ein Vinyasa kann aus wenigen Bewegungen bestehen oder Teil einer längeren Abfolge von Asanas sein. Im Vinyasa Yoga und Power Yoga bildet dieses Zusammenspiel von Atem und Bewegung das Herzstück der Praxis.
Dadurch entsteht ein dynamischer Flow, der Kraft, Beweglichkeit und Konzentration gleichermaßen fördert.
Bedeutung für deine Praxis
Ein gutes Vinyasa zeichnet sich nicht durch Geschwindigkeit aus, sondern durch einen gleichmäßigen Rhythmus. Wenn Atem und Bewegung miteinander harmonieren, fühlt sich die Praxis fließend und gleichzeitig kraftvoll an.
VERANKERT-Tipp
Lass deinen Atem die Bewegung führen. So entsteht ein natürlicher Flow, der Kraft und Ruhe miteinander verbindet.
Mantra
Sanskrit: Mantra
Aussprache: Man-tra
Bedeutung
Das Wort Mantra setzt sich aus den Sanskrit-Wörtern Manas (Geist) und Tra (Werkzeug oder Schutz) zusammen. Ein Mantra kann als „Werkzeug für den Geist“ verstanden werden.
Kurz erklärt
Ein Mantra ist ein Wort, ein Satz oder eine Silbe, die wiederholt gesprochen oder innerlich gedacht wird. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit zu bündeln und den Geist zur Ruhe kommen zu lassen.
Im Yoga werden Mantras manchmal während der Meditation oder zu Beginn und am Ende einer Stunde verwendet.
Bedeutung für deine Praxis
Ein Mantra muss nicht religiös verstanden werden. Viele Menschen nutzen kurze positive Sätze oder Worte, um ihre Aufmerksamkeit bewusst auszurichten.
VERANKERT-Tipp
Nicht die Worte verändern deine Praxis – sondern die Aufmerksamkeit, mit der du ihnen begegnest.
Mudra
Sanskrit: Mudra
Aussprache: Mu-dra
Bedeutung
Mudra bedeutet „Siegel“ oder „symbolische Geste“.
Kurz erklärt
Mudras sind bestimmte Handhaltungen oder Körpergesten, die in Meditation und Yoga eingesetzt werden. Die bekannteste ist das Gyan Mudra, bei dem sich Daumen und Zeigefinger sanft berühren.
Viele Mudras dienen dazu, die Aufmerksamkeit zu lenken oder eine meditative Haltung zu unterstützen.
Bedeutung für deine Praxis
Mudras sind kein Muss. Sie können die Meditation ergänzen, sind aber keine Voraussetzung für eine gelungene Yogapraxis.
VERANKERT-Tipp
Oft sind es kleine Gesten, die dir helfen können, bewusster im Moment anzukommen.
Achtsamkeit
Bedeutung
Achtsamkeit bedeutet, den gegenwärtigen Moment bewusst wahrzunehmen – ohne ihn sofort zu bewerten.
Kurz erklärt
Im Yoga zeigt sich Achtsamkeit in vielen kleinen Momenten: beim bewussten Atmen, beim Spüren einer Bewegung oder beim Wahrnehmen der eigenen Grenzen.
Dabei geht es nicht darum, alles perfekt zu machen. Viel wichtiger ist es, ehrlich wahrzunehmen, wie es dem eigenen Körper heute geht.
Achtsamkeit endet deshalb nicht mit der Yogastunde. Viele Menschen nehmen sie auch mit in ihren Alltag.
Bedeutung für deine Praxis
Wer achtsam übt, entwickelt häufig ein besseres Körpergefühl und lernt, zwischen Herausforderung und Überforderung zu unterscheiden.
VERANKERT-Tipp
Die wichtigste Haltung im Yoga ist oft nicht eine Asana, sondern eine achtsame Einstellung dir selbst gegenüber.

Die wichtigsten Asanas
Asanas sind die Körperhaltungen des Yoga. Sie bilden die Grundlage jeder Yogapraxis und verbinden Bewegung, Atmung und Achtsamkeit miteinander.
Jede Haltung hat ihren eigenen Schwerpunkt – manche kräftigen den Körper, andere fördern Beweglichkeit, Gleichgewicht oder Entspannung. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern darum, die Übungen bewusst und passend zum eigenen Körper auszuführen.
Hier findest du die wichtigsten Asanas, die dir im Unterricht bei VERANKERT häufig begegnen – verständlich erklärt und mit ihrer Bedeutung für deine Yogapraxis.
Tadasana
Deutscher Name: Berghaltung
Aussprache: Ta-da-sa-na
Bedeutung
Tada bedeutet „Berg“. Die Berghaltung steht für Stabilität, Aufrichtung und innere Ruhe.
Kurz erklärt
Tadasana wirkt auf den ersten Blick unspektakulär – tatsächlich gehört sie jedoch zu den wichtigsten Asanas überhaupt. Viele stehende Haltungen beginnen oder enden in der Berghaltung.
Du stehst aufrecht, beide Füße tragen dein Gewicht gleichmäßig. Die Beine sind aktiv, das Becken neutral ausgerichtet und die Wirbelsäule richtet sich lang nach oben auf. Schultern und Gesicht bleiben entspannt, während der Atem ruhig fließt.
Gerade weil Tadasana so schlicht wirkt, wird ihre Bedeutung oft unterschätzt. Sie schult Körperwahrnehmung, Haltung und Gleichgewicht und bildet die Grundlage für viele weitere Asanas.
Bedeutung für deine Praxis
Wer lernt, sicher und stabil zu stehen, schafft eine gute Basis für nahezu alle stehenden Yogahaltungen. Tadasana hilft außerdem dabei, die eigene Haltung auch im Alltag bewusster wahrzunehmen.
VERANKERT-Tipp
Manchmal sind die einfachsten Haltungen die wichtigsten. Nimm dir Zeit, wirklich anzukommen, bevor die Bewegung beginnt.
Uttanasana
Deutscher Name: Stehende Vorbeuge
Aussprache: Ut-ta-na-sa-na
Bedeutung
Ut bedeutet „intensiv“, Tan bedeutet „dehnen“ oder „ausstrecken“. Uttanasana lässt sich daher sinngemäß als „intensive Streckung“ übersetzen.
Kurz erklärt
Aus dem Stand beugst du den Oberkörper mit einer Bewegung aus den Hüftgelenken nach vorne. Die Knie dürfen dabei leicht gebeugt bleiben – besonders dann, wenn die Rückseite der Beine verkürzt ist oder sich der Rücken rundet.
Die Haltung dehnt vor allem die rückseitige Muskelkette, einschließlich Waden, Oberschenkelrückseiten und Rücken. Gleichzeitig kann sie helfen, Spannung im Nacken und in den Schultern zu lösen.
Bedeutung für deine Praxis
In der Vorbeuge geht es nicht darum, die Hände unbedingt auf den Boden zu bringen. Viel wichtiger ist eine lange Wirbelsäule und eine Bewegung, die aus den Hüften entsteht.
VERANKERT-Tipp
Eine leicht gebeugte Kniehaltung ist oft sinnvoller als gestreckte Beine mit rundem Rücken.
Adho Mukha Svanasana
Deutscher Name: Herabschauender Hund
Aussprache: Ad-ho Mu-ka Schwa-na-sa-na
Bedeutung
Der Name bedeutet wörtlich „nach unten schauender Hund“.
Kurz erklärt
Der herabschauende Hund gehört zu den bekanntesten Asanas überhaupt und verbindet Kraft mit Beweglichkeit.
Hände und Füße drücken gleichmäßig in den Boden. Die Hüften schieben nach oben und hinten, sodass der Körper eine umgekehrte V-Form bildet. Arme, Schultern, Rücken und Beine arbeiten gemeinsam, während der Atem ruhig weiterfließt.
Je nach Beweglichkeit dürfen die Knie gebeugt bleiben und die Fersen müssen den Boden nicht berühren.
Bedeutung für deine Praxis
Diese Haltung kräftigt Schultern, Arme und Rumpf, während gleichzeitig Rücken und Beinrückseiten gedehnt werden. Sie dient in vielen Yogastunden als Übergang, als kurze Erholung oder als Ausgangspunkt für weitere Bewegungen.
VERANKERT-Tipp
Die Länge deiner Wirbelsäule ist wichtiger als gestreckte Beine. Beuge die Knie lieber leicht und richte den Rücken bewusst auf.
Phalakasana
Deutscher Name: Planke
Aussprache: Pha-la-ka-sa-na
Bedeutung
Phalaka bedeutet „Brett“ oder „Planke“.
Kurz erklärt
Die Planke ist eine kräftigende Ganzkörperübung und bildet die Grundlage vieler Übergänge im Yoga.
Schultern, Rumpf, Gesäß und Beine arbeiten gemeinsam, um den Körper in einer geraden Linie zu stabilisieren. Dabei tragen Hände und Füße das Körpergewicht gleichmäßig.
Die Planke verbessert Kraft, Stabilität und Körperkontrolle und bereitet auf anspruchsvollere Asanas wie Chaturanga vor.
Bedeutung für deine Praxis
Entscheidend ist nicht, wie lange du die Planke halten kannst. Wichtiger ist eine stabile Körpermitte und eine gleichmäßige Atmung während der gesamten Haltung.
VERANKERT-Tipp
Qualität geht vor Zeit. Eine sauber ausgeführte kurze Planke ist wertvoller als eine lange Haltung mit Hohlkreuz.
Chaturanga Dandasana
Deutscher Name: Viergliedrige Stabhaltung
Aussprache: Tscha-tu-ran-ga Dan-da-sa-na
Bedeutung
Chatur bedeutet „vier“, Anga bedeutet „Glied“ und Danda bedeutet „Stock“ oder „Stab“. Der Name beschreibt die vier Körperbereiche – Hände und Füße –, die den K örper tragen, während dieser stabil wie ein Stab gehalten wird.
Kurz erklärt
Chaturanga gehört zu den anspruchsvollsten Übergängen im Vinyasa Yoga. Aus der Planke wird der Körper kontrolliert abgesenkt, wobei die Ellenbogen eng am Körper bleiben und ungefähr einen rechten Winkel bilden.
Die Haltung erfordert Kraft in Armen, Schultern und Rumpf sowie eine gute Körperkontrolle. Gleichzeitig hilft sie dabei, Stabilität und Körperspannung aufzubauen.
Gerade am Anfang ist es sinnvoll, Chaturanga schrittweise zu erlernen oder die Knie als Unterstützung abzusetzen.
Bedeutung für deine Praxis
Eine saubere Technik ist wichtiger als das vollständige Ausführen der Haltung. Wer sich Zeit nimmt, Kraft und Stabilität aufzubauen, schafft eine gesunde Grundlage für viele dynamische Yogaflows.
VERANKERT-Tipp
Chaturanga ist keine Mutprobe. Eine kontrollierte Variante mit den Knien am Boden ist oft der bessere Weg zu einer langfristig gesunden Praxis.
Bhujangasana
Deutscher Name: Kobra
Sanskrit: Bhujangasana
Aussprache: Bhu-dschan-ga-sa-na
Bedeutung
Bhujanga bedeutet „Kobra“ oder „Schlange“. Die Haltung erinnert an eine aufgerichtete Kobra, die ihren Oberkörper anhebt und aufmerksam nach vorne blickt.
Kurz erklärt
Die Kobra gehört zu den bekanntesten Rückbeugen im Yoga. Aus der Bauchlage wird der Oberkörper mithilfe der Rückenmuskulatur angehoben. Die Hände unterstützen die Bewegung, übernehmen jedoch nicht die gesamte Arbeit.
Je nach Beweglichkeit und Kraft kann die Kobra sehr niedrig oder etwas höher ausgeführt werden. Entscheidend ist, dass die Bewegung aus einer langen Wirbelsäule entsteht und nicht durch Druck in den unteren Rücken.
Die Schultern bleiben entspannt, der Brustkorb öffnet sich nach vorne und der Blick richtet sich sanft nach vorn.
Bedeutung für deine Praxis
Die Kobra kräftigt vor allem die Rückenmuskulatur und unterstützt eine aufrechte Körperhaltung. Gleichzeitig kann sie helfen, den Brustkorb zu öffnen – ein wohltuender Ausgleich für langes Sitzen oder Arbeiten am Schreibtisch.
VERANKERT-Tipp
Versuche nicht, möglichst hoch zu kommen. Wichtiger ist, dass sich die Bewegung leicht und angenehm anfühlt und deine Wirbelsäule Länge behält.
Balasana
Deutscher Name: Kindhaltung
Sanskrit: Balasana
Aussprache: Ba-la-sa-na
Bedeutung
Bala bedeutet „Kind“. Die Haltung erinnert an die ruhige, zusammengerollte Position eines schlafenden Kindes.
Kurz erklärt
Balasana ist eine der wichtigsten Ruhehaltungen im Yoga. Aus dem Fersensitz wird der Oberkörper nach vorne abgelegt, während Stirn oder Schläfen den Boden berühren. Die Arme können nach vorne ausgestreckt oder entspannt neben dem Körper abgelegt werden.
Die Haltung bietet dem Rücken, den Schultern und dem Nervensystem eine Pause und wird häufig zwischen kräftigenden Übungen oder am Ende einer Praxis eingenommen.
Nicht jeder Körper fühlt sich in der klassischen Variante wohl. Ein Kissen zwischen Gesäß und Fersen oder unter der Stirn kann die Haltung deutlich angenehmer machen.
Bedeutung für deine Praxis
Balasana ist keine Pause, weil etwas nicht gelingt. Sie ist eine bewusste Entscheidung, dem Körper Zeit zur Regeneration zu geben. Deshalb darfst du jederzeit in diese Haltung zurückkehren, wenn du sie brauchst.
VERANKERT-Tipp
Eine Pause ist kein Rückschritt. Wer gut auf seinen Körper hört, übt langfristig oft erfolgreicher.
Virabhadrasana I
Deutscher Name: Krieger I
Sanskrit: Virabhadrasana I
Aussprache: Wi-ra-bha-dra-sa-na
Bedeutung
Die Haltung ist nach Virabhadra, einem Krieger aus der hinduistischen Mythologie, benannt. Im Yoga steht der Name heute sinnbildlich für Standfestigkeit, Entschlossenheit und innere Stärke.
Kurz erklärt
Im Krieger I steht ein Bein nach vorne gebeugt, das hintere Bein bleibt gestreckt und stabil. Das Becken richtet sich möglichst nach vorne aus, während sich die Arme kraftvoll nach oben strecken.
Die Haltung verbindet Stabilität in den Beinen mit Länge im Oberkörper und fordert gleichzeitig Kraft, Gleichgewicht und Beweglichkeit.
Bedeutung für deine Praxis
Der Krieger I stärkt Beine, Gesäß und Rumpf und verbessert gleichzeitig das Gleichgewicht sowie die Körperhaltung. Viele Übende empfinden die Haltung als kraftvoll und aufrichtend.
VERANKERT-Tipp
Stärke entsteht nicht durch Härte. Ein ruhiger Atem gibt dir oft mehr Stabilität als reine Muskelkraft.
Virabhadrasana II
Deutscher Name: Krieger II
Sanskrit: Virabhadrasana II
Aussprache: Wi-ra-bha-dra-sa-na
Bedeutung
Auch diese Haltung ist nach Virabhadra benannt. Im Mittelpunkt stehen Stabilität, Präsenz und ein klarer Fokus.
Kurz erklärt
Im Krieger II zeigt das vordere Knie nach vorne, während das hintere Bein kraftvoll gestreckt bleibt. Die Arme werden auf Schulterhöhe zu beiden Seiten ausgestreckt, der Blick richtet sich über die vordere Hand.
Die Haltung fordert Kraft in den Beinen, Stabilität im Rumpf und gleichzeitig Offenheit im Brustkorb und in der Hüfte.
Bedeutung für deine Praxis
Der Krieger II verbessert Kraft, Ausdauer und Gleichgewicht. Gleichzeitig schult er eine bewusste Körperausrichtung und einen ruhigen Fokus.
VERANKERT-Tipp
Lass die Schultern weich und den Blick ruhig. Wahre Stärke wirkt oft gelassen.
Utthita Trikonasana
Deutscher Name: Gestrecktes Dreieck
Sanskrit: Utthita Trikonasana
Aussprache: Ut-thi-ta Tri-ko-na-sa-na
Bedeutung
Utthita bedeutet „ausgestreckt“, Trikona bedeutet „Dreieck“.
Kurz erklärt
Das gestreckte Dreieck ist die vollständige Bezeichnung der klassischen Dreieckshaltung. Im Yoga wird sie häufig einfach als Trikonasana bezeichnet.
Die Beine bleiben gestreckt, während sich der Oberkörper über ein Bein zur Seite neigt. Beide Körperseiten behalten dabei möglichst viel Länge.
Bedeutung für deine Praxis
Die Haltung verbessert Beweglichkeit, Gleichgewicht und Körperbewusstsein. Gleichzeitig kräftigt sie Beine und Körpermitte und fördert eine stabile Ausrichtung der Wirbelsäule.
VERANKERT-Tipp
Im Dreieck geht es nicht darum, den Boden zu erreichen. Viel wichtiger ist es, Länge und Weite im gesamten Körper zu bewahren.
Parsvakonasana
Deutscher Name: Seitlicher Winkel
Sanskrit: Parsvakonasana
Aussprache: Pars-wa-ko-na-sa-na
Bedeutung
Parsva bedeutet „Seite“, Kona bedeutet „Winkel“. Der Name beschreibt die seitliche Ausrichtung des Körpers.
Kurz erklärt
Der seitliche Winkel entsteht aus einer weiten Schrittstellung. Das vordere Knie ist gebeugt, das hintere Bein bleibt kraftvoll gestreckt. Der Oberkörper verlängert sich über die Seite, während sich der Brustkorb sanft öffnet.
Die Haltung verbindet Stabilität in den Beinen mit Länge über die gesamte Körperseite und gehört zu den klassischen stehenden Asanas.
Bedeutung für deine Praxis
Parsvakonasana kräftigt Beine und Körpermitte, verbessert das Gleichgewicht und fördert gleichzeitig die Beweglichkeit der Hüften und der seitlichen Körpermuskulatur.
VERANKERT-Tipp
Suche zuerst Länge in deiner Wirbelsäule. Die Tiefe der Haltung entwickelt sich mit der Zeit ganz von selbst.
Parivrtta Trikonasana
Deutscher Name: Gedrehtes Dreieck
Sanskrit: Parivrtta Trikonasana
Aussprache: Pa-ri-writ-ta Tri-ko-na-sa-na
Bedeutung
Parivrtta bedeutet „gedreht“ oder „rotiert“, Trikona bedeutet „Dreieck“.
Kurz erklärt
Das gedrehte Dreieck verbindet eine Vorbeuge mit einer Rotation der Wirbelsäule. Beide Beine bleiben möglichst gestreckt, während sich der Oberkörper kontrolliert zur Seite dreht.
Die Haltung erfordert Stabilität, Gleichgewicht und eine ruhige Atmung und zählt zu den anspruchsvolleren stehenden Asanas.
Bedeutung für deine Praxis
Das gedrehte Dreieck fördert Balance, Beweglichkeit und Körperkontrolle. Gleichzeitig hilft die Haltung dabei, die eigene Ausrichtung bewusster wahrzunehmen.
VERANKERT-Tipp
Eine ruhige Atmung ist wichtiger als eine möglichst tiefe Drehung. Stabilität entsteht aus Länge – nicht aus Kraft.
Parivrtta Parsvakonasana
Deutscher Name: Gedrehter seitlicher Winkel
Sanskrit: Parivrtta Parsvakonasana
Aussprache: Pa-ri-writ-ta Pars-wa-ko-na-sa-na
Bedeutung
Parivrtta bedeutet „gedreht“, Parsva bedeutet „Seite“ und Kona bedeutet „Winkel“.
Kurz erklärt
Aus einem Ausfallschritt dreht sich der Oberkörper über das vordere Bein. Die Hände können vor der Brust zusammengeführt oder – je nach Variante – zum Boden geführt werden.
Die Haltung verbindet Kraft, Balance und Beweglichkeit und fordert gleichzeitig Konzentration und Körperkontrolle.
Bedeutung für deine Praxis
Der gedrehte seitliche Winkel stärkt Beine und Körpermitte und verbessert gleichzeitig Gleichgewicht und Beweglichkeit. Durch die Kombination aus Stabilität und Rotation verlangt die Haltung eine bewusste Ausführung.
VERANKERT-Tipp
Nimm dir Zeit für den Aufbau der Haltung. Eine stabile Grundlage macht jede Drehung leichter.
Savasana
Deutscher Name: Endentspannung (Totenstellung)
Sanskrit: Savasana
Aussprache: Scha-wa-sa-na
Bedeutung
Das Sanskrit-Wort Sava bedeutet „lebloser Körper“. Der traditionelle Name beschreibt den Zustand völliger Ruhe und des bewussten Loslassens. Im deutschsprachigen Yogaunterricht wird meist der Begriff Endentspannung verwendet.
Kurz erklärt
Savasana bildet den Abschluss vieler Yogastunden. In Rückenlage darf der gesamte Körper zur Ruhe kommen, während der Atem ruhig und natürlich fließt.
Obwohl diese Haltung äußerlich sehr einfach wirkt, gehört sie zu den wichtigsten Asanas überhaupt. Sie gibt dem Körper Zeit, die vorherige Bewegung zu verarbeiten und die Praxis bewusst ausklingen zu lassen.
Viele Menschen empfinden die Endentspannung als den Moment, in dem Körper und Geist wirklich zur Ruhe finden.
Bedeutung für deine Praxis
Savasana ist kein „Ausruhen nach dem Yoga“, sondern ein fester Bestandteil der Praxis. Bewegung und Entspannung gehören im Yoga untrennbar zusammen. Erst im Wechsel zwischen Aktivität und Ruhe kann der Körper viele Reize verarbeiten.
VERANKERT-Tipp
Manchmal entsteht die größte Wirkung einer Yogastunde genau in den letzten Minuten – wenn du dir erlaubst, einfach nur zu sein.














Sanskrit verstehen
Viele Begriffe im Yoga stammen aus dem Sanskrit, einer der ältesten überlieferten Sprachen der Welt. Oft setzen sich die Namen von Asanas aus mehreren Wortbausteinen zusammen. Wer ihre Bedeutung kennt, kann sich viele Haltungen leichter merken und ihre Namen besser verstehen.
Adho
Anga
Ardha
Ayama
Bala
Bandha
Bhujanga
Chatur
Danda
Drishti
Eka
Garuda
Hasta
Janu
Kona
Mala
Marjari
Matsya
Mukha
Nava
Pada
Parsva
Prana
Raja
Sarva
Sava
Svan
Tada
Tri
Ujjayi
Utkata
Uttana
Utthita
Vinyasa
Virabhadra
Vriksha
Sanskrit - Deutsch
nach unten
Glied, Körperteil
halb Ausdehnung,
Lenkung
Kind
Verschluss, Verbindung
Kobra, Schlange
vier
Stock
Blickpunkt
eins
Adler
Hand
Knie
Winkel
Girlande
Katze
Fisch
Gesicht, Blickrichtung
Boot
Fuß, Bein
Seite
Atem, Lebensenergie
König
alle
lebloser Körper
Hund
Berg
drei
siegreich
kraftvoll, intensiv
intensive Streckung
ausgestreckt
bewusstes Anordnen
Name eines Kriegers
Baum



